Infos für Erstmelder

Neuer Melder - die initialen Schritte

Meldungen an das Krebsregister Baden-Württemberg (KRBW) erfolgen ausschließlich auf elektronischem Weg. Bereits vorhandene Daten in einem Qualitätssicherungs- (QS-), Tumordokumentations-, Pathologieinformations- oder Abrechnungssystem können genutzt werden, indem ein Export in eine durch das KRBW abgenommene Schnittstelle erfolgt. Für die Einbindung der Schnittstelle in Ihr System setzen Sie sich bitte mit Ihrem Softwarehersteller in Verbindung. Wollen oder können Sie nicht auf bereits vorhandene Daten zurückgreifen, besteht die Möglichkeit, diese über eine Online-Erfassung im Melderportal des Krebsregisters manuell einzugeben.

Exportierte oder manuell eingegebene Daten werden über das sogenannte Melderportal an das KRBW übermittelt. Hierbei handelt es sich um eine Web-Anwendung, die vom KRBW zur Verfügung gestellt wird. Voraussetzung ist ein aktueller Browser und Zugang zum Internet.

Patienteninformation

Die Patienten mit meldepflichtiger Diagnose, müssen über die Meldung informiert werden, in der Regel vor Übermittlung der Daten. Als Bestandteil der Patienteninformation muss der Patient das mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz abgestimmte Patienteninformationsblatt erhalten. Die erfolgte Patienteninformation muss schriftlich dokumentiert werden, z.B. in Ihrem Tumordokumentationssystem oder der Patientenakte.

Meldepflicht

Seit Beginn der Meldepflicht müssen alle ab diesem Zeitpunkt neu anfallenden  Erstdiagnosen, Therapien und Verläufe gemeldet werden. Neue Therapiemaßnahmen und Verläufe sind auch dann meldepflichtig, wenn die Diagnose schon vor diesem Zeitpunkt gestellt wurde, sofern die Diagnosestellung nicht vor dem 01.01.2009 erfolgte. Diagnosen vor dem 01.01.2009 können freiwillig gemeldet werden, diese Meldungen erhalten allerdings keine Aufwandsentschädigung.

Was passiert, wenn ich meiner Meldepflicht nicht nachkomme?

Das Krebsregister hat die Aufgabe, fortlaufend und einheitlich personenbezogene Daten über das Auftreten von Krebserkrankungen einschließlich ihrer Frühstadien und bestimmten gutartigen Tumoren zu verarbeiten.

Ziel eines Krebsregisters ist es, eine valide Datengrundlage für die Qualitätssicherung in der Krebsfrüherkennung, -diagnose und -behandlung und für die Krebsepidemiologie bereitzustellen.

Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn alle Diagnose-, Pathologie-, Therapie- und Verlaufsdaten innerhalb des Folgequartals nach Auftreten eines Meldeanlasses gemeldet werden.

Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 LKrebsRG eine Meldung nicht, nicht vollständig oder nicht fristgerecht abgibt. Als Konsequenz droht ein Bußgeldverfahren.